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Kompass Gesang #3 Unterschiede in den Gesangsstimmen bei Frauen und Männern - Sängerin und Gesangslehrerin Julie Wnuk | Spezialisierung als Hochzeitssängerin NRW
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Kompass Gesang #3 Unterschiede in den Gesangsstimmen bei Frauen und Männern

Kompass Gesang #3 Unterschiede in den Gesangsstimmen bei Frauen und Männern

Wenn man mit dem Singen beginnt, können die Begrifflichkeiten gerade am Anfang beim Singen lernen doch verwirren. Verwirrend ist es auch, wenn es da dann diese unterschiedlichen Wörter gibt mit Kopfregister und Kopfstimme, die aber ein und dasselbe meinen. Und dann unterscheiden sich auch noch die Gesangsregister zwischen Männern und Frauen. Dieses Thema will ich heute ein wenig erleutern und hoffentlich damit etwas mehr Klarheit schaffen.

In der heutigen Sendung erfährst Du:

  • Die Unterschiede in den Stimmfunktionen und den Gesangsregistern bzw. in der Gesangsstimme von Mann und Frau
  • Was Du wissen musst in Bezug auf die Registerwechsel
  • Was ist der Registerangleich (Registerausgleich) zwischen den verschiedenen Registern also Kopfstimme/ Bruststimme und wie Du diesen trainieren kannst

 

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Ja wie erwähnt spreche ich heute mit Euch über die sogenannten Unterscheidungen bei der Gesangsstimme , nämlich der Kopf- bzw. Bruststimme.  In der Musik spricht man dann oft vom Brust- oder Kopfregister. Der Begriff des Registers kommt ja ursprünglich von der Orgel. Bei diesem Instrument gab es ja unterschiedliche Einstellungen und damit Klangfarben gibt, hat man das auch auf die Gesangsstimme übertragen. Stimmforscher sind sich mittlerweile schon einig darüber, dass man die Gesangsstimme in 2 große Teilbereiche aufteilen lässt. In die bereits erwähnten Brust- und Kopfregister.

Ab einer bestimmten Tonhöhe muss man mit einer anderen Gesangtechnik weiter singen

Gesangstechnisch genauer erklärt, bedeutet es, dass ab einer bestimmten Tonhöhe – die bei jedem individuell beginnt –   man eben diese hohen Töne nur noch mit einer anderen Technik singen kann bzw. mit dem anderen Gesangsregister. Manche Stimmwissenschaftler sprechen übrigens auch noch von einem 3. Teil – dem Mittelregister , aber diese Unterteilung ist für Anfänger  eher verwirrend als hilfreich und daher bleibe ich hier bei diesen Erklärungen erst einmal bei diesen beiden Registern.

 

Die Gesangsregister bei der Frau

Bei Frauen unterscheidet man einmal das tiefe Brustregister und dann das Kopfregister. Das kopfregister beginnt bei den meisten Frauen ungefähr ab a1 und mit der Kopfstimme ist es Frauen unmöglich laut zu rufen.

Der unterschiedliche Klang der Kopfstimme zeigt sich auch im Schwingungsverlauf der Stimmlippen. Während im Brustregister ein vollständiger Schluss zu sehen ist, ist beim Singen im Kopfregister nur ein unvollständiger Schluss der Stimmlippen zu beobachten.

Im weiblichen Kopfregister können zudem Töne erzeugt werden, die wie das männliche Falsett klingen. Diese werden in der Jazz- und Popularmusik angewandt. Diese Töne haben einen vibratoarmen Klang.

Das höchste Register der Frauen  – aber weniger bekannte ist das sogennante Flagoelet- oder Pfeiffregister. Dieses Register zeigt sich natürlicherweise auch bei hoch zwitschernden bzw. kreischenden Säuglingen. Im Video mache ich das vor mit dem Pfeiffregister! Von der Kehlkopfeinstellung her ist hier die Glottis nur einen Spalt geöffnet. Hier ist es so, dass diese Töne nicht einfach zum Kopfregister zählen sondern man braucht dafür eine andere Einstellung der Ansatzräume

 

Was passiert im inneren Vokaltrakt bei Frauen während des Übergangs von der Bruststimme zur Kopfstimme eigentlich?

Die wichtige Funktion des Kehlkopfes mit dem „Kippmechanismus“ des Ringknorpels bildet das Grundgerüst der weiblichen Register. Beim Aufwärtssingen, z.B. aus dem Brustregister, erfolgt erst einmal eine Spannungserhöhung durch die Verlängerung der Stimmlippen bis zum Maximum. Danach erfolgt eine Neueinstellung im muskulären Vokalissystem und hiermit beginnt das Kopfregister.

 

Die Gesangsregister beim Mann

Beim etwas lauteren Aufwärtssingen beim Mann lässt sich zunächst bis zu einer gewissen Tonhöhe keine Klangänderung feststellen. Hier wird dieser Teil Modalregister genannt. Es erfolgt ein Wechsel in das Falsettregister und die Töne sind hier zuerst wieder schwächer, können aber bei höheren Tönen wieder an Stärke gewinnen. Mit der Falsettfunktion ist es allerdings auch möglich – zwar mit großen Lautstärkenverlust – wieder ziemlich tiefe Töne zu singen. Das bedeutet, dass hier zusagen Brust- und Kopfregister sich nicht so sehr durch Tonhöhe abgrenzen lassen und vielmehr nebeneinander bestehen. Männer können diese beiden Register für die gleichen tonhöhen benutzen. Daher ist es eigentlich vernünftiger beim Mann eben nicht von Brust- und Kopfregister zu sprechen sondern von Modalregister und Falsett.

Wichtig ist einfach, dass man im Hinterkopf behält, dass die männlichen Gesangsregister anders aufgebaut sind und gesangstechnisch ein wenig anders funktionieren.

Im Modalregister schließen die Stimmlippen vollständig und im Falsettregister schließen sie auch nur unvollständig. Zusätzlich zeigt sich der Stimmlippenrand stark verschmälert.

 

Registerangleich und Registerausgleich

Ein Ziel des Singens ist ja ebenfalls, die Ausgleichung bzw. die Angleichung der verschiedenen Registerklänge untereinander. Also das heisst, dass man durch gesangstechnische Übungen versucht die unterschiedlichen Klangfarben zwischen den Registern aneinander möglichst angleicht, so dass eben der Wechsel vielleicht kaum oder gar nicht mehr auffällt.

Dabei muss ganz klar gesagt werden, dass ein vollständiger Ausgleich von den Registern schon von physiologischer Sicht überhaupt nicht möglich ist da die unterschiedlichen Klangfarben natürlich auf dem unterschiedlichen Schwingungsverhalten der Stimmlippen beruhen. Daher muss mann eigentlich eher vom Registerangleich sprechen.

 

EIN wichtiger Tipp für das gelingen des Angleichens:

Wenn der physiologische Mechanismus für das anzustrebende Register schon eher behutsam eingesetzt wird bevor der Mechanismus des gerade genutzen Registers vollständig ausgeschöpft ist. D.h. dass wenn ich jetzt so eine Tonleiter hochsinge, dass ich dann möglichst ein paar Töne/ Tonschritte bevor ich beispielsweise in das Kopfregister welchseln muss , schon vorher in das Kopfregister wechsel.

Wichtig ist ebenfalls , dass wenn ihr Probleme habt mit der Kopfstimme, dass ihr dann versucht diese hohen Töne erst einmal leise zu singen.

Wenn ihr noch schwierigkeiten habt überhaupt mit der Unterscheidung Bruststimme und Kopfstimme – also Brustregister/ Kopfregister dann empfehle ich Euch meinen kleinen Minikurs zur Kopf und Bruststimme. Denn es macht natürlich wenig Sinn eine Angleichsübung zwischen den Registern zu üben wenn der Ansatz dieser Register noch gar nicht vorhanden ist. Wenn Ihr also noch gar nicht wisst, wie ihr mit der Kopfstimme oder Bruststimme singen könnt dann wird Euch dieser gratis Kurs dabei helfen.

In dem Video zeige ich Euch Übungen für das Angleichen der verschiedenen Register!

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