Vom Applaus-Brot wirst du nicht satt: Ein Appell an Musiker

Vom Applaus-Brot wirst du nicht satt: Ein Appell an Musiker

2010. Ein Jahr, das ich nicht vergessen werde. Es war das Jahr, in dem ich mich dazu entschied, alle Sicherheiten aufzugeben, mein Lehramtsstudium endlich abzubrechen und den Weg der Selbstständigkeit als hauptberufliche Sängerin zu vollständig – und nicht nur nebenberuflich – zu beschreiten. Eine mutige Entscheidung mit vielen Höhen und Tiefen.

Die Jahre davor waren geprägt von Unsicherheit und Orientierungslosigkeit. Ich war getrieben von dem Gedanken, mehr erreichen zu wollen und fand mich dennoch in zahlreichen Nebenjobs wieder. Ich habe gekellnert (ja, ja das klassische Klischee), stand in der Fischbude, habe in einer Zeitarbeitsfirma verrückte kurz-Jobs angenommen, usw…)  Jeder Tag war ein Kampf. Ich war unglücklich in meiner ersten Ehe – ein Zustand, der mich emotional sehr belastete. Meine Leidenschaft zur Musik, mein Traum, Sängerin und Songschreiberin zu sein, kollidierte mit meiner damaligen Realität: Ein Studium für Lehramt in Kunst und Deutsch und natürlich auch mit der Tatsache, dass ich bereits Mutter war.

Ich hoffte, Kontakte im Musikbusiness könnten mir helfen, meinen Weg zu finden. Doch oft fühlte ich mich wie in einem unübersichtlichen Dschungel, in dem jeder Schritt ins Ungewisse führte. Zudem musste ich feststellen, dass man als Mutter UND Sängerin schon an sich eine Provokation darstellte. War das wirklich der Weg, den das Schicksal für mich vorgesehen hatte?

2012 dann wieder so ein Jahr. Das Ende meiner ersten Ehe war ein tiefer emotionaler Einschnitt. Doch es war auch eine Zeit der Erkenntnis. Ich realisierte, dass ich nicht Opfer meiner Umstände war, sondern die Macht und Kontrolle über mein Leben und meine Geschichte in meinen Händen lag. Dieser „Diamant“, den ich so verzweifelt suchte, war die ganze Zeit über versteckt in meiner eigenen Tasche.

Ich hatte großes Glück, denn kurz vor der Trennung legte ich den Grundstein für meinen ersten Erfolg: Ich entschied mich dazu, in Werbeanzeigen zu investieren. Was dann geschah, war nichts Geringeres als eine Offenbarung. Mein Geschäft als Sängerin begann zu florieren. Die Anfragen für Auftritte mehrten sich, und das Gefühl, zum ersten Mal eine nennenswerte Summe für meine Auftritte zu bekommen, war unbeschreiblich.

Ich hatte eine wichtige Lektion gelernt: Musiker müssen in sich selbst und in ihr Geschäft investieren. Ich musste in mein Business investieren. Wir leben in einer Zeit, in der Kunst und Kommerz Hand in Hand gehen können, ohne dass die Kunst dabei ihren Wert verliert. Doch viele Musiker haben Angst vor dieser Veränderung. Die Befürchtung, ihre Kunst könnte zu einem reinen „Produkt“ verkommen, hält sie zurück. Und natürlich die Sorge, Geld auf die falsche Art zu investieren. Und meistens ist es dieses Problem: gar nichts zu investieren.

Im Volksmund heißt es, dass der Applaus das Brot des Künstlers sei. Irgendwie hasse ich diesen Spruch. Hat dich dieses „Brot“ jemals satt gemacht? Hat es deine Rechnungen für neue Instrumente oder Pinsel bezahlt?

Übrigens: Die moderne Form von diesem „Applaus“ ist die unverhältnismäßige Jagd nach Followern, Likes, Spotify-Plays oder Produzenten. Aber der reine Applaus, so schön er auch ist (oder Spotify-Plays in den meisten Fällen) füllen keinen Kühlschrank und zahlen keine Miete – Es sei denn man hat pro Monat ne Million Streams…). Als Musiker ist es wichtig, den Wert seiner Arbeit zu kennen und einzufordern. Das bedeutet nicht, sich oder die „künstlerische Seele“ zu verkaufen, sondern sich und seine Kunst angemessen wertzuschätzen.

Du kannst nicht erwarten, dass mehr Anfragen oder Auftritte – ich meine gut bezahlte Auftritte oder mehr Musikschüler – einfach so hereinkommen, ohne dass du dafür mehr Energie, Zeit oder Geld investierst. Das Problem mit der Zeit, Energie und Geld ist: Sie stehen uns nicht grenzenlos zur Verfügung. Wir müssen uns gut überlegen, wie wir mit diesen persönlichen Ressourcen umgehen. Und wenn ich es recht bedenke, ist Zeit sogar unsere wertvollste Ressource im Leben. Doch bevor mein innerer Philosoph jetzt loslegt: Möchtest du als Musiker und Musiklehrer wirklich dauerhaft bis an den Rand der Erschöpfung arbeiten? Von einer schlecht bezahlten Unterrichtsstunde zur Band- oder Theaterprobe und dann zum nächsten Gig hetzen, für einen Auftritt, der schlecht bezahlt ist?

Vermutlich nicht! Aber weißt du, ich habe herausgefunden, dass es wesentlich effektivere und zeitsparendere Methoden gibt als ständig auf Facebook zu posten.

Du möchtest regelmäßig gut bezahlte Auftritte bekommen und gut bezahlte Kurse als Musiklehrer verkaufen? Dann musst du dir Gedanken darüber machen, WIE du dich mit deinem Musiker-Angebot, deiner Band oder als Musiklehrer verkaufst. Es funktioniert nicht anders. Selbst wenn du vor hast, neue Manager oder Produzenten zu jagen (wovon ich persönlich nichts halte), selbst vor denen musst du dich zuerst erfolgreich präsentieren und diese überzeugen, schließlich ist die Konkurrenz groß.

Mit der richtigen Strategie und einem klaren Verständnis für das eigene Angebot können regelmäßige, gut bezahlte Auftritte und Kurse Wirklichkeit werden. Online-Marketing kann hier dein Schlüssel zum Erfolg sein. Es bietet die Möglichkeit, effizient und zielgerichtet die richtige Zielgruppe zu erreichen, ohne sich dabei zu verausgaben – energetisch sowie finanziell. Es geht nicht darum, seine Seele zu „verkaufen“, sondern darum, eine Brücke zwischen Kunst und Publikum zu bauen.

Das bedeutet, du brauchst ein stimmiges Angebot und eine Webseite, auf der du dieses Angebot überzeugend präsentierst. Du benötigst:

1.) Ein passendes und vollständiges Angebot deiner Show, deines Musikunterrichts, deiner Band usw.

2.) Eine überzeugende Darstellung des Angebots.

3.) Ein System, um regelmäßig neuen Interessenten (der passenden Zielgruppe) dieses Angebot zu machen und schließlich Kunden, neue Musikschüler und Auftritte zu generieren.

Du brauchst nicht extra zunächst das nächste spezielle (und teure) Gesangsseminar zu besuchen oder teure Musikerfortbildung/ Meisterkurse um dich danach teurer zu verkaufen. Für musikalische Bildung ist das ja gut, aber nicht weil du dir erst dann die Erlaubnis gibst, andere Preise zu verlangen.

Es reicht auch nicht aus, einfach nur eine Musikerwebseite mal eben zu erstellen. Oder ständig auf Facebook oder anderen sozialen Netzwerken online zu sein (davon brennt man auf Dauer sowieso aus). Es reicht auch nicht aus, auf einer Webseite, die keine Videos oder ausreichende Infos bietet, Angebote reinzustellen und dann zu hoffen, dass jemand darüber stolpert und begeistert anruft. Auch Fotos, auf denen Bandmitglieder mit verschränkten Armen bedeutungsschwer oder „cool“ dreinschauen, reichen nicht aus, um Menschen davon zu überzeugen, dass die Band gut ist! Und selbstverständlich sind es nicht nur gute Fotos und Angebotstexte, sondern es kommt noch einiges mehr dazu, damit du dich schließlich erfolgreich als Musiker verkaufst.

In meinem Coaching für Musiker bzw. Musikerberatung helfe ich dir dabei, den angemessenen Wert deiner eigenen Kunst zu erkennen, eine klare Strategie für mehr Auftritte und Aufträge zu entwickeln und damit nicht nur den Applaus, sondern auch den verdienten Lohn für deine künstlerische Arbeit zu erhalten.

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