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18-Rezepte für Hits und Regeln für Songwriting

18-Rezepte für Hits und Regeln für Songwriting

In der heutigen Folge spreche ich darüber:

  • welche Rezepte oder Regeln es für das Songwriting gibt
  • und welche Regeln wichtig sind für Songwriting
  • was Persönlichkeitsentwicklung mit dem Schreiben von Songs zu tun hat
  • wie man gute Songs schreibt

 

Rezepte für Hits und Number one- Songs – Rezepte um Ohrwürmer zu züchten

Vor ein paar Jahren kaufte ich mir ein Buch über Songwriting. Obwohl ich selber eigentlich schon längst genug für mich selbst über das Thema wusste und genau wusste, wie ich meine Songs schreiben muss so war ich sehr interessiert daran von jemand renommierten zu erfahren, wie man Songwriting angehen sollte. Es ist nicht gerade ein dünnes Werk sondern ein Buch mit sehr sehr sehr sehr sehr sehr vielen Regeln. Also ein Regelwerk fürs Songwriting. Zuerst dachte ich noch, das Buch wäre wichtig und richtig und müsste mir eröffnen, was ich eigentlich noch lernen müsste. Aber während ich mich von Kapitel zu Kapitel quälte, merkte ich sehr schnell, das ich damit überhaupt nicht zurecht kam. Und kaum ein Buch hat mich so sehr enttäuscht wie dieses.

Aber es hat mir auch geholfen. Geholfen zu erkennen, dass man als Künstler , als Singer / Songwriter mit diesem Buch gar nicht weit kommt. Es hilft einem einfach nicht weiter. Und das liegt nicht beispielsweise daran weil es nicht gut erklären konnte oder die Kernthemen bei dem Prozess des Songwritings darlegte sondern weil es das Wesentliche beim Songwriting komplett ignoriert: die Inspiration und die Leidenschaft für Wörter, für Lieder. Es ignoriert genau das, was meiner Meinung nach jeder Künstler um erfolgreich zu sein entwickeln sollte: Authentizität!

Authentische Musik kann ich nicht machen, wenn ich 1000 Regeln zu beachten habe und mich nur noch verbiege um jeden dieser Regeln zu befolgen. Ich kann nicht auf biegen und brechen die Wörter so verdrehen und die Zeilen meiner Strophen beschneiden , weil am Ende nur noch ein Brei von dem übrig bleibt, was ich als Künstler wirklich zu sagen hatte. Dann kann ich auch direkt ein Computerprogramm entwickeln, welches mir die Songtexte automatisch erfindet. Und noch was passiert, wenn man versucht 1000 Regeln zu beachten?

Es.Macht.Keinen.Spaß.

 

No fun

Es macht schlicht und ergreifend keinen Spaß und das liegt daran, weil man nach diesem Regelwerk die Songtextzeilen so stark verzerren muss, dass sie am Ende nur noch wie ein Fremdkörper wirken. Warum ist beispielsweise Billie Eilish so bekannt geworden und hat wahnsinnigen Erfolg? Mit Sicherheit einmal weil sie die nötige mediale Aufmerksamkeit bekam aber der andere voraussetzende Punkt ist: weil Sie mit ihrem Bruder einfach zusammen Songs produziert hat, die ersteinmal etwas eigenständiges haben. Sie haben Songs erfunden weil es Ihnen Spaß machte und es war ihnen ein bisschen zumindestens (laut ihrer eigenen Aussage) egal ob sie damit den Durchbruch schafften oder nicht! Sie haben die Songs um des Schreibens Willen geschrieben und nicht in erster Linie um damit bekannt zu werden. Sie haben es so geschafft einen eigenen Sound und etwas authentisches zu machen. Nebei bemerkt erkennt man das auch schon an diesem auffälligen Kleidungsstil. Der wichtige Punkt mit der Authentizität ist übrigens nicht so einfach zu entwickeln. Weil es nicht so bei jedem sofort auf Knopfdruck funktioniert , dass man sich hinsetzt und sagen kann: „Jetzt schreibe ich authentische Songs!“ . Das hat auch vieles mit Persönlichkeit und Persönlichkeitsentwicklung zu tun. Und genau dafür habe ich meinen Kurs „Songwriting Days“ erfunden.

 

Ausgewählte Songwriting Techniken (nicht vollständig)

Aber welche Regeln gibt es um aus einem Song einen Hit zu machen? Ja ich glaube keine oder nicht viele. Ich will es deshalb lieber als Techniken bezeichnen.

Eine Technik ist zum Beispiel, dass sich die Melodie z.B. in Songs schließt (Auf der Tonika endet) und damit für den Hörer in einem logischen „vorausshörendem“ Schluss bzw. Kreis endet. Oftmals entstehen auch so die Ohrwürmer, die man dann den ganzen Tag mit sich herum trägt und nicht los wird. Eine weitere Technik ist, die Refrain – Melodie höher zu komponieren als die Melodie der Strophen. Das wird sehr oft angewandt und ist ja auch ein logisches Stilmittel um einfach die Aussage des Refrains, was ja oft das Hauptthema eines Songs ist, zu unterstreichen. Oder wenn man in der Produktion eines Songs dann den Refrain mit mehreren Gesangsttimmen oder anderen Instrumenten unterlegt, auch das verstärkt einen Refrain.

Aber die wichtigste Technik von allen ist – authentische Songs zu schreiben

Das heisst, dass man ganz bei sich bleiben sollten. Und eben nicht nach rechts oder links schaut und auch nicht erwartet , dass alle anderen Leute die Songs toll finden, wobei Geschmack ja sowieso eine subjektive Angelegenheit ist. Authentische Songs zu schreiben bedeutet allerdings auch nicht, dass man einen Text, der einem gerade so einfällt auf ein Stück Papier klatscht und dann meint, es sei ein fertiger Song. Dabei meine ich jetzt auch nicht die Situation, wenn man im Flow ist, einen Geistesblitz hat und einen schönen Song in wenigen Minuten schreibt. Diese Momente gibt es durchaus. Aus meiner Erfahrung heraus ist es eben öfter so, dass man an einem Songtext eben auch länger arbeitet bis er rund wird.

 

Authentische Songs schreiben – bei sich selber ankommen

Authentische Songs zu schreiben bedeutet, wirklich auch bei sich selber anzukommen weil man eben nicht mehr vorrangig damit beschäftigt ist, ob der Song anderen Leuten gefällt, ob er schön klingt oder ein Hit werden könnte. Authentische Songtexte zu schreiben bedeutet viel mehr in die eigene Gedankenwelt zu tauchen , da ein bisschen zu verweilen und zu wissen, wie man in diesen Gedankenstrom schwimmen kann. Es bedeutet, wie man erkennt, dass man sich von der Spur bringt (also ablenken lässt) und man dann wieder weiss , wie man zurück ins Wasser zu kommt. Authentische Texte schreiben zu können hat auch mit Persönlichkeitsentwicklung zu tun. Denn erst in einer gewissen Stufe, der eigenen Entwicklung ist es uns mehr egal, wie andere unser Werk finden. In einer vorherigen Stufe aber achten wir zu stark darauf wie andere uns wahrnehmen, wie andere unseren Song (toll) finden und wie viel applaudiert wird. Selbstverständlich wollen wir als Künstler immer ein wenig bewundert werden und natürlich schmeichelt es uns, wenn jemand von unserer Arbeit begeistert ist. Der wichtige Punkt ist wie viel wir uns davon in unserer Arbeit beeinflussen lassen. Besser ist weniger. Denn um möglichst eigenständige Kunstwerke zu erschaffen, um unseren eigenen Stil zu finden und weiter zu entwickeln müssen wir in unserer Gedankenwelt, in unserer eigenen Träumen verweilen , nicht in denen der anderen.

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