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Kompass Gesang #8 – Sängergesundheit – Warum man als Sänger sein Herz auf der Zunge trägt

Kompass Gesang #8 – Sängergesundheit – Warum man als Sänger sein Herz auf der Zunge trägt

In dieser Folge erfährst Du:

  • warum es als Sänger so besonders wichtig ist, auf seine Sängergesundheit zu achten
  • welchen Teil man als Sänger (auch als Mensch) viel zu leicht vergisst zu beachten

 

 

Wir Sänger sind nicht nur Sänger um bloß Lieder schön und kunstvoll vorzutragen. Wir haben der Welt etwas zu sagen mit unseren Liedern, mit unserer Stimme, unseren Worten.

Aber es gibt Tage, an denen es so gar nicht geht. Da fällt der Gang ans Klavier schwer oder man ist zu träge sich überhaupt vom Sofa zu erheben und die nötigen Übungen zu machen. Wenn die Stimmung im Keller ist, dann ist es das auch schnell mit unserer Stimme.

 

Unsere Stimme ist ein Stimmungsträger

Unsere Stimme und natürlich damit auch unsere Gesangsstimme ist in besonderer und einmaliger Weise ein Stimmungsträger. Wir selber sind unser „Instrument Stimme“ in einer Person – kein externes Ding wie jedes andere Musikinstrument. Daraus ergeben sich schon ganz andere Voraussetzungen und Begebenheiten zur Benutzung dieses Instrumentes. Selbst die Fans der Band „Take That“ wissen, dass ihre Idole auf Ihre Sängergesundheit besonders Acht geben müssen. So gab Sänger Gary Barlow im April 2019 bekannt, dass sich die Geschenke der Fans mit den Jahrzehnten verändert hätten und es statt Kuscheltiere große Packungen Grünkohl gebe.

Sind wir nicht gut drauf, so wird sich das am Klang unserer Stimme wiederspiegeln. Sind wir betrübt, so zeigt sich das in unserer Ideen- oder Lustlosigkeit einen neuen Song zu singen, schreiben oder aufzunehmen. Wir fühlen uns dann vielleicht unfähig etwas Gutes zustande zu bringen und glauben, dass uns sowieso keiner am Ende zuhören wird. Der Klang unsere Stimme ist brüchig, wir klingen müde und fragen uns, was das Ganze soll.

Wenn es uns gut geht, dann hört man das auch an der Stimme. Unsere Stimme ist kraftvoll und das Singen fällt uns leicht. Die Ideen für neue Songs oder Bühnenprogramme fallen uns leicht zu.

 

Der Stimme die nötige Ruhe geben – immer wieder eine Geduldsprobe

Ein Instrument kann verstimmt sein – aber ist unsere Stimme brüchig, rau oder gar nicht in der Lage einen Ton zu erzeugen oder zu halten, dann hat dies eine ganze andere, interne Wirkung auf uns selbst als Träger, als Verkörperung dieses Instrumentes. Eine Gitarre können wir zur Seite legen oder neu stimmen. Unsere Stimme tragen wir aber weiter mit uns herum und müssen daher im Besonderen auf uns und unser Instrument Acht geben um unser Instrument Stimme nicht zu überfordern. Wenn die Stimme nicht klingt oder durch eine Erkältung heiser ist, sollte man daher immer der Stimme mehr Ruhe geben zur Erholung. Erneut zu singen oder zu üben macht keinen Sinn. Und man sollte sich besser nicht oder nur möglichst wenig räuspern. Wenn die Stimme nicht so klingen will, dann sollte man es einfach sein lassen und der Stimme die nötige Erholung geben. Andernfalls kann es sonst passieren, dass das Problem schnell schlimmer wird als vorher. Wieviel Ruhepause die eigenen Stimmbänder benötigen ist natürlich eine individuelle Angelegenheit und eine Frage der jeweiligen Konstitution. Links zu meinen Blogbeiträgen mit den Themen “mit Erkältung singen” und “Heiserkeit und Singen” habe ich unten angefügt.

Die verschiedenen Körperteile, die uns ermöglichen einen Ton zu erzeugen, sind ja nicht nur da um mit anderen Menschen zu sprechen. Sondern diese sind viel grundlegender mit unserem wesentlichen Lebenserhaltungssystem verknüpft. Neben Sprechen / Singen ist es unsere Atmung, der Hustenreflex und Lachen. Aber auch Essen und Trinken ist indirekt mit diesen Systemen verbunden. Wenn wir Nahrung aufnehmen, können wir nicht gut gleichzeitig singen oder sprechen. 

 

Ein voller Bauch singt gerne?

Ich kenne einige Sängerkollegen, denen es nichts ausmacht sich den Bauch vor einem Auftritt randvoll zu schlagen. Mir ist das ehrlich gesagt ein Rätsel. Wenn ich mir den Bauch vor einem Auftritt randvoll hauen würde, könnte ich zwar noch singen – aber nicht unbedingt so frei und gut. Ich bin mir sicher, dass es etwas ausmacht. Eine Kleinigkeit ist ok – aber es kann einfach nicht gut sein, sich derart vollzustopfen und zwar deshalb, weil man mit der angestrebten idealen Kosto-Abdominal- Atmung – der günstigsten Sänger- Atmung – auch Impulse mit den Bauchmuskeln erzeugen bzw. halten muss. Ein voller Magen macht einen selbst träge und verhindert, dass man die nötigen schnellen und flexiblen Gegenbewegungen des Zwerchfells ausführen kann, was beim Gesang ja nötig ist.

Um ein guter Sänger zu sein ist mehr nötig als Gesangstechnik

Aber um nochmal auf den Beginn zurück zu kommen: um gut und befreit zu singen ist mehr nötig als die Gesangsübungen zu trainieren und Songs zu üben.  Wir müssen um gute Sänger zu sein, lernen gut zu uns selbst sein und lernen ein gutes und glückliches Leben zu führen. Denn wenn unsere Stimmung unten ist, dann drückt sich das schnell an unserer Stimmung unsere Stimmbänder aus und wir klingen dann genauso müde und angeschlagen wie wir uns innerlich fühlen. Wir müssen Freunde und Partner an unsere Seite haben, die uns als Künstler schätzen und respektieren. Das ist der Grund, warum man als Sänger sich im besonderen Maße um sich selbst gut kümmern muss, sich selbst gut pflegen muss. Das bedeutet man sollte gesundheitsbewusst leben, sich gesund ernähren, genug trinken (für die Feuchtigkeit der Stimmbänder) besser auf das Rauchen verzichten und nicht vergessen zu sich selber gut zu sein. Man sollte besser lernen, auf sich Acht zu geben, sich selbst ab und zu ein Geschenk zu machen. Vielleicht öfter spazieren gehen und zurücklehnen, dem Druck entkommen. Und wenn man selber nicht in der passenden Stimmung ist, zu singen, so kann man sich einfach hinlegen und sich mal wieder die Zeit nehmen neue Musik zu hören.

mehr Auftritte mehr Gigs Stimmlage bestimmenWir müssen den Tank wieder auffüllen.

Und man kann es lernen mit der Zeit dafür ein Bewusstsein zu entwickeln. Indem wir uns zu überlegen, welche Dinge uns Freude bereiten. Hilfreich kann es dazu einfach sein, sich diese Dinge aufzuschreiben – am besten in ein kleines Buch. Damit man später diese Liste immer wieder hervorholen kann.

Überlege Dir und schreibe auf! Was füllt also Deinen Dank wieder auf?

Die Liste kann vielleicht so aussehen:

1.) In einen interessanten Kinofilm gehen

2.) Zum Gartenmarkt fahren und Blumen zum einpflanzen für Balkon oder Garten kaufen

3.) Etwas basteln

4.) Das Fotoalbum endlich fertig machen

5.) Einen Sparziergang um den See machen

6.) Tante Berta besuchen fahren

7.) Einen Kuchen backen

8.) Mich mit Freunden in dem interessanten kleinen Café verabreden

9.) Musik hören

10.) Einen alten Bekannten wieder anrufen

11.) Mountainbike fahren

Wie man sieht, müssen das nicht unbedingt kostspielige Aktionen sein um seinen eigenen Tank wieder aufzufüllen. Wir müssen lernen ab und zu auf unserer eigenen inneren Stimme acht zu geben, damit wir auch mit der äußeren Stimme genug Kraft, Mut und genug Worte finden um mit Kunst und Musik das auszudrücken, was wir eigentlich sagen wollen.

Paillettenblume

Zum Blogbeitrag: Heiserkeit und Singen

 

 

Paillettenblume

 

Zum Blogbeitrag: trotz Erkältung singen

 

 

 

 

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