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Kompass Gesang #2 - Beste Atmungstechnik für Gesang und die Grund- Atemformen - Sängerin und Gesangslehrerin Julie Wnuk | Spezialisierung als Hochzeitssängerin NRW
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Kompass Gesang #2 – Beste Atmungstechnik für Gesang und die Grund- Atemformen

Kompass Gesang #2 – Beste Atmungstechnik für Gesang und die Grund- Atemformen

In dieser Folge erfärst Du:

  •  Welche unterschiedlichen Atemtypen es für Gesang gibt, wie Du einen Hinweis auf Deine Atemform bekommst und welche die günstigste und beste Atmungstechnik für Gesang ist
  •  etwas über die sogenannte „Stütze“ / das gestützte Singen / Ton stützen / Atemstütze
  •  Übungen zur Unterstützung der richtigen Atemtechnik

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Voraussetzungen :

 

  • Lust zum Singen als Grundvorraussetzung / psychische Grundhaltung > genauer auch hier: eine zu perfektionistische Grundhaltung , wo man sich selbst weniger Fehler zugesteht ist nicht hilfreich . Glückliche Lebensumstände heben bekanntlich die „stimmung“ , unglückliche senken diese und führen vielleicht auch zu einer eher ungünstigen Haltung
  • Lernen ist zwar individuell aber Bewusstsein über kleine Schritte beim Gesang lernen haben ist besser sonst macht man es sich unnötig schwer Besser: bewusstsein darüber zu haben, dass man sich noch entwickeln wird unda damit auch die Stimme /Gesangsfähigkeit. Diese ist natürlich immer unterschiedlich ausgepägt – je nach der individuellen Fähigkeit und auch der eigenen Anatomie körperbau. Denn auch die Vererbung spielt auch hier eine Rolle.
  • Körperliche Gesundheit und eine gute Verfassung bzw. Leistungsfähigkeit / Ausdauer. Konstitution. Besser nicht rauchen und für die Stimmbänder , genauer gesagt für die Schleimhäute ist es wichtig immer genug Wasser zu haben, sprich man sollte wirklich genügend – am besten Wasser, trinken, insbesondere die Hörfähigkeit spielt beim Gesang eine große Rolle

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Bewusste Atmung

 

Zuerst muss man sich folgendes bewusst machen um zu verstehen, warum die Atmung für das Singen überhaupt auch wichtig ist. Das Singen – also unsere Gesangstöne und unsere Sprechtöne – werden immer beim Ausatmen gebildet. Wir singen mit unserer Ausatmungsluft. Das Ziel vom Gesangsunterricht ist , dass man diesen Atemstrom der Ausatmung so dosiert und lenkt in einer möglichst effizienten Weise.

Für eine günstige und leistungsfähige Atmung braucht es eine normale und gute Haltung.

Die vorteilhafteste Haltung für eine gute Atmung ist die,  mit einer geraden Wirbelsäulenhaltung- und Streckung und mit leichter Schwergewichtsverlagerung auf den Vorderfuß. Das bedeutet wenig Krümmungen der Wirbelsäule, der Kopf aufrecht. Generell gilt: je höher die stimmlichen oder gesangstechnischen Anforderungen sind, desto mehr erfordert das eine aufrechte gerade Körperhaltung.

Die Einatmung wird übrigens hauptsächlich durch Zwerchfell und Zwischenrippenmuskeln getätigt. Die äußeren Zwischenrippenmuskeln sind für die Einatmung zuständig und die inneren Zwischenrippenmuskeln senkend die Rippen und werden aktiv bei  der Ausatmung. Während des Gesangs sind es die geraden und schrägen Bauchmuskeln, die wesentlich dabei aktiv sind.

 

Die 3 Atemtypen

 

Man unterscheidet 3 Atemformen:

1.) Schulter/ schlüsselbeinatmung

Isolierte Hochziehen von Brustkorp und Schultern bei Einatmung

2.) Brustatmung/ oder Thorakal- atmung

Es dominieren die Atmungsbewegungen der Rippen. Die Vegrößerung des Thoraxraumes wird durch Veränderung der Rippenstellung bewirkt. Die äußeren Zwischenrippenmuskeln erweitern durch ihre Aktivität den Brustraum seitlich und vorn oben. Die Ausatmung erfolgt bei Erschlaffung der Zwischenrippenmuskeln. Der Brustatmung wird maximales Atemvolumen von einem Drittel zugesprochen.

3.) Bauch-Zwerchfell-Atmung (Abdominalatmung)

Hier überwiegt die Atmungsbewegung von Zwerchfell und Bauchdecke, der Raum des Brustkorbes  vergrößert sich am meisten durch die die Zwerchfellaktivität. Bei der Einatmung wölbt sich die Bauchwand vor und bei der Ausatmung erschlafft das Zwerchfell passiv. Hierbei können ca. zwei Drittel des Atemvolumens aktiviert werden. Aufgrund dessen , dass bei dieser Atmung eben ein viel größerer Luftteil aktiviert werden kann, ist es einleuchtend, dass diese Form der Atmung eine wesentliche Bedeutung für die Stimmatmung hat.

Wie kann man nun feststellen welche Atmung man selber hat?

Man stellt sich vor einen Spiegel und atmet ruhig und beobachtet, welche Körperregion dominant in Ruhe  sind und welche eher beim Gesang dominieren. Der Atemtyp wird durch Beobachtung der jeweiligen Körperabschnitte in Ruhe- oder Stimmatmung bestimmt. Die stärksten Bewegungen bestimmen die überwiegende Atmungsform. Keiner dieser Atemformen kommt gänzlich in seiner reinen Form auf und die vorteilhafteste für das Singen ist eine Mischform aus der Brustatmung und Bauch/ Zwerchfell-Atmung genannt „Kosto-Abdominalatmung“.

Eine rein äußerlich richtige Atmung ist kein Garant für eine physiologisch günstige Stimm-Atmungs-kopplung. D.h. auch bei äußerlich richtiger erscheinender Atmung kann es der Fall sein, dass man den Luftstrom falsch dosiert und stimmschädigend einsetzt. Letzendlich ist es daher entscheidend das Verhältnis von Atemdruck und Stimmlippentätigkeit, die sogenannte Atemstromrate! Das heißt im Grunde genommen, wieviel Luft verpuste ich durch meinen Hals um die Stimmlippen in Schwingungen zu versetzen? Verbrauche ich nämlich sehr viel Luft ist das eher sehr ungünstig und auch auf Dauer nicht gut für die Stimme.

 

Nochmal wissenwertes zur Atmung beim Singen:

1.) Das wichtige ist: Es ist eine bewusste Ausatmung. Normalerwweise ist die Ausatmung ja sehr unbewusst aber für den Gesangsunterricht wollen wir diesen Prozess eben bewusst machen um diesen Vorgang willentlich zu lenken. Das ziel vom Gesangsunterricht setzt da an, wo man bewusst versucht den Atemstrom der Ausatmungsluft so zu lenken und zu steuern, dass man eben die Töne z.B. lange halten kann.

2.) Bewusste und optimale Körperhaltung für „senkrecht aufstrebender Wirbelsäule bei leichter schwergewichtsverlagerung auf die Fußgewölbe“ / die leicht nach vorn geneigte Haltung

3.) Einatmung erfolgt am besten (bei mittlerer Atemaufnahme) bei Weitung des unteren brustkorbes und eine Vorwölbung der Bauchdenke erfolgt gleichzeitig und gleichmäßig. Danach – bei der Ausatmung (mit oder ohne Tongebung) ist diese Weitstellung noch besser länger bei zubehalten

4.) Der Brustkorb sollte „geweitet“ und nicht „gehoben“ werden. Ein stärkeres Heben und Senken mit Bewegungen des Rückends/ Schultergürtels sollte vermieden werden da sonst Verspannungen an Halsmuskulatur

5.) Es gibt keine gezielten Übungen für das Zwerchfell, da dieses auch keine empfindsamen Nerven besitzt.

6.) Die sichtbaren Atembewegungen sind alleine zur Beurteilung einer zur Beurteilung einer optimalen Atemstütze nicht geeignet.

7.) Neben den Atembewegungen ist immer das Klangbild zur Beurteilung einer gelungenen Atemstütze heran zu ziehen. Eine Störung der optimalen Balance zeigt sich oft durch Zunahme von unharmonischen Geräuschanteilen im Klang der Stimme und ist von einer Zunahme am subglottischen Druck begleitet. Manche Stimmforscher meinen: in einem Vibrato zeit sich ein optimales Verhältnis. Dieser Meinung bin ich nicht da auch hier ein ungünstiges Verhältnis der Atemstromrate auftreten kann.

8.) Zeitliche Vorgaben für Atemübungen bzw. für die Dauer der Ausatmung sind fragwürdig. Unstrittig ist, dass der Ausatmungsvorgang deutlich länger sein muss als der Einatmungsvorgang. Denn es geht nicht um Rekorde für längsten Ausatmung oder die kräftigste (weil ich z.B. ein Blatt Papier mit meinem Gesang an der Wand halten kann – das ist übrigens auch eine sehr fragwürdige Methode ) sondern entscheidend ist die wohldosierte, ökonomischste Form der Umsetzung von Atemenergie in Stimmlippenschwingungen. Eine alleinige Fokussierung auf Atemübungen wird auf die Dauer keinen Erfolg auf die Ausbildung der Tongebung mit sich bringen, denn letztlich geht es um das ganze System der Atem-Stimm-kopplung

WICHTIG: Während der Ausatmung bzw. der Phonation sollte möglichst eine gewisse Grundspannung zur Einatmung bestehen bleiben und diese Spannung sollte, sich in abstufender Weise langsam abbauen. Und damit sind wir schon bei dem wichtigen Thema im Gesangsunterricht mit dem sogenannten “gestützen Singen”.

 

Die Stütze / mit der Stütze singen, gestützt singen

 

Was ist damit eigentlich gemeint?

Meistens ist als Stütze eher die Thoraxstütze gemeint. Sehr Stark vereinfacht gesagt, z.B. wenn wir mit der Bruststimme singen. Das heisst, ich erzeuge mit Hilfe bestimmter Bauchmuskel- und Zwischenrippenmuskeln  Muskelgruppen auf der Ausatmung eine Gegenspannung. Diese Gegenspannung muss einen gewissen Grad an Kraft haben bzw. stark genug sein, damit ich die Ausatmungsluft bzw. den damit verbundenen Ton effizient erzeugen und „stützen“ kann und somit die Atmungsspannung besser kontrollieren und beibehalten kann. Ziel ist eine elastische Impulssteuerung der Bauchdecke im Zusammenspiel mit dem Gegenspieler – ZwerchfellZIEL Atemstütze: Enticklung optimales Verhältnis zw. Atemenergie und Stimmlippentätigkeit

Es kann auch passieren, dass man mit zu viel Luft singt. Wie merkt man ob man mit zu viel Luft singt?

Das merkt man z.B. daran, wenn man nach dem Singen schnell heiser wird, eine rauhe Stimme bekommt. Wenn man etwas Übung darin hat, kann man es aber auch direkt hören ob mit zu viel Luft gesungen wird. Man kann dann in der Gesangsstimme hören, dass zu viel Luft beim Singen mit herausströmt: die Stimme klingt meistens tstächlich an sich schon „rauchig“ und eher tiefer, was ja auch irgenwie sexy ist. Aber für die Stimmbänder ist das nicht sexy. Für unserer Stimme – für die physiologisch gesunde Stimme ist das nämlich nichts, sondern tatsächlich stimmschädigend. Ich denke, dass ist der Grund warum, Adele sich unter das Messer hat legen müssen und dabei ist, ihre Stimme zu verlieren. Man darf einfach nicht zu viel Luft verpusten beim Singen. Auch wenn der Sound wirklich gut ist.

„Unter Atemstütze ist also der Vorgang beim Singen zu verstehen, bei dem das für die Phonation optimale Maß an Atemenergie in komplexem Zusammenwirken der Funktionskreise Atmung, Phonation und Stimmansatz/ Artikulation zur Verfügung gestellt wird.

Die Übungen dazu könnt ihr Euch im Video anschauen!

Und zum Schluss möchte ich Euch noch mal zu den Atemübungen folgendes sagen: diese Übungen können unterstützend wirken um eben die besagten Muskelpartien zu beeinflussen und um die Muskelgruppen dafür bewusst anzusprechen aber isolierte Ausführungen dieser Übungen oder eine zu starke Konzentration auf diese Atmungstypen helfen nicht die Stimme weiter zu entwickeln. Denn letztendlich gehört zu dem komplexen Wechselspiel während der Tonerzeugung in unserem Kehlkopf mehr als die bloße Atmung.

Wenn Dich das jetzt mehr interessiert mit dieser Brustatmung und dem gestützen Singen dann hilft Dir hier auch mein Minikurs zur Kopf- und Bruststimme. Dazu musst Du Dich einfach in meinen Newsletter anmelden und Du bekommst den Minikurs zugesandt.

 

 

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